Intermodellbau 2019 in Dortmund

"MEVR goes Dortmund"

Wer hätte das gedacht? Der Modelleisenbahnverein Remchingen präsentierte sich vom 4. bis 7. April 2019 Dortmund mit seiner  Ausstellungsanlage auf der "Intermodellbau 2019", der weltgrößten Messe für Modellbau und Modellsport!

 

Der MEVR durfte dieses Jahr erstmals seine  Ausstellungsanlage einem internationalen Fachpublikum auf der weltgrößten Messe für Modellbau und Modellsport präsentieren! Auf dieser Messe trifft sich alles, was deutschland- und weltweit Rang und Namen hat.

 

Neben den vielen international renomierten Herstellern von Modelleisenbahnprodukten werden auf dieser Messe den Besuchern auch immer viele tolle Modelleisenbahnanlagen aller Spurweiten präsentiert.

 

Und wir waren dabei!

 

Hier findet ihr ein kleines Tagebuch und ein paar Bilder von den tollen Tagen ...

Wie es dazu kam ...

 

Bei der letztjährigen IMB wurden Walter Ketterer und Jürgen Ringwald, die seit einigen Jahren jedes Jahr diese Veranstaltung besuchen, vom Modelleisenbahnverband in Deutschland (MOBA),  gefragt, ob sich der MEVR nicht auch einmal für die Ausstellung im Rahmen dieser Messe bewerben möchte. Der MOBA hat bei dieser Messe seit 25 Jahren die ideelle Trägerschaft im Bereich Eisenbahnen.

 

Gesagt getan wurde im September 2018 die erste Vor-Bewerbung mit ein paar Bildern und einem groben Standplan abgeschickt, worauf wir im Oktober die Bewerbungsunterlagen erhielten. Nachdem wir dieses umfangreiche Formular ausgefüllt, mit ein paar weiteren Bildern und dem detaillierten Standplan angereichert, im November wieder an den MOBA geschickt hatten, kam im Januar die Zusage für die Teilnahme.

 

Seitdem liefen fieberhaft die Vorbereitungen für die Messe, denn die Anlage musste ja fachgerecht verpackt werden, damit sie vernünftig bis Dortmund transportiert werden konnte. Außerdem sollte sie in Dortmund ja auch fehlerfrei funktionieren. Am 3. April 2019 machten wir uns dann auf den Weg nach Dortmund, um unsere schöne Nebenbahnanlage 4 Tage lang dem Fach- und Messepublikum zu präsentieren, darunter auch einige Mitglieder von befreundeten Vereinen.

 

Selbstverständlich erfüllt uns das mit einigem Stolz, sind wir doch einer der wenigen kleinen Vereine im Karlsruher und Pforzheimer Raum, dem diese Ehre zu Teil wurde, wenn nicht gar überhaupt der Erste. Die Anlage war in Dortmund unter dem Motto "Neues aus Deutschland - Deutschlandpremiere" in Halle 4, Stand E.22 zu sehen, und erfreute sich eines riesigen Besucheransturms während dieser 4 tollen Tage.

Tagebuch

Anreisetag und Aufbau

 

Gegen 8 Uhr am Morgen des 3.4. machten wir 4, Helmut, Jürgen, Peter und Stefan, uns auf den Weg nach Dortmund.

 

Mit einem großen Transporter, voll gepackt mit der Ausstellungsanlage, und einem PKW mit unserem Gepäck fuhren wir ca. 4 1/2 Stunden nach Dortmund. Am Signal-Iduna-Park angekommen, fuhren wir mit dem Transporter bis zu unserem Stand E.22 in Halle 4, und luden die 10 Kisten mit der Anlage und dem Zubehör aus.

 

Nachdem alles, was nicht zur und auf die Anlage gehört, in unserer Kabine verstaut und der Transporter auf dem Parkplatz untergebracht war, begannen wir direkt mit dem Auspacken der Module und dem Aufbau. Nach ca. 2 1/2 Stunden stand die komplette Anlage, und Helmut konnte mit dem Verkabeln beginnen.

 

Um 18 Uhr waren die letzten Arbeiten abgeschlossen, so dass die Probefahrten starten konnten. Nach ein paar erfolgreichen Runden verließen wir die Halle in Richtung unseres Hotels, wo wir den Anreisetag bei Fußball und ein paar kühlen Getränken gemütlich ausklingen ließen.

1. Messetag

 

Kurz vor 8 machten wir uns auf den Weg  zum Signal-Iduna-Park in die Halle 4, wo um 9 Uhr die Ausstellungstore für die Besucher geöffnet wurden. Bereits nach ein ca. einer halben Stunde trafen die ersten Besucher an unserem Stand ein, der dann nahezu den ganzen Tag regelrecht von Modellbahnfans "belagert" wurde.

 

Wir hatten riesig viel Spaß beim Spielen mit der Anlage und Beantworten der teils fachkundigen Fragen. Immer wieder bekamen wir großes Lob für die tolle Anlage und die vielen Details, die es auf ihr zu entdecken gibt. Kurz nach Mittag wurde Helmut bereits für einen der zahlreichen YouTube-Kanäle, die auf der IMB Anlagen filmen, interviewt. Dabei wurde auch die Anlage ziemlich ausführlich gefilmt. Und immer wieder tauchten Fotografen auf und "knippsten" viele Bilder für Zeitschriften und Modellbahnmagazine.

 

Auch in einem 48-minütigen Messerundgang ist die Anlage für gut eine Minute zu sehen (ab 12:29), ebenso wie in diesem über 2-stündigen Film mit Messe-Impressionen in einem mehr als 2-minütigen Ausschintt (ab 2:19:09) ...

 

Als um 18 Uhr die Messetore des ersten IMB-Tages geschlossen wurden, räumten wir zufrieden unsere Lokomotiven von der Anlage und fuhren zurück ins Hotel. Dort bestellten wir uns noch etwas leckeres zu Essen und ein paar Getränke, bevor wir relativ früh um 10 ziemlich müde in unsere Betten fielen. Der Tag war schon ziemlich lang und anstrengend.

2. Messetag

 

Auch am zweiten Tag machten wir uns frühzeitig auf den Weg in die Messehalle, um den Ansturm der Besucher zu erwarten, der pünktlich um 9 auf uns zu kam. Auch der zweite Tag war geprägt von vielen Fragen und Fototgrafen.

 

Kurz nach der Mittagspause tauchte dann ein YouTube-Kanalbetreiber aus Berlin auf, der die komplette Anlage Stück für Stück für seinen Modellbau-Kanal filmte. Immer wieder musste Stefan einen Zug ein Stück fahren lassen, wieder zurück setzen, wieder ein Stück fahren lassen, bis nach ca. 45 Minuten jeder Zentimeter der Anlage "im Kasten war". Gut dass Helmut die Steuerung der Anlage mit Gleisbildern so schön einfach eingerichtet hat. Den kleinen Film gibt es auf dem YouTube-Kanal Modellbahn Impressionen zu sehen ...

 

Auch danach kamen noch Fotografen der Ausstellung und verschiedener Magazine vorbei, die wohl auch von unserer inzwischen beinahe berühmten Anlage gehört hatten und sie "auf Zelluloid" bannen wollten.

 

Am Abend durften wir uns dann beim traditionellen "MOBA-Abend", übrigens gemeinsam mit der Abordnung der Modelleisenbahnfreunde Keltern, die ebenfalls traditionell diese Messe besuchen, für den wiederum recht anstrengenden Tag bei leckerem Essen, ein paar "kühlen Blonden" und einigen interessanten und unterhaltsamen Gesprächen, nicht nur rund um das Thema Modelleisenbahn, entschädigen lassen.

3. Messetag

 

Der dritte Messetag begann mit einem maximalen Besucherandrang in Halle 4. Wollte man sich einmal die Beine vertreten, war das nur schwer möglich, da kaum ein Durchkommen war in den Gängen zwischen den Ständen.

 

Auch unser Stand war wieder sehr stark besucht und es kamen noch mehr Fragen zur Anlage und den vielen kleinen Details, als an den beiden Tagen zuvor. Selbst eine kleine Pause war nur selten möglich.

 

Gegen 16 Uhr ließ der Andrang merklich nach, vermutlich auf Grund des schönen Wetters oder des anstehenden Bundesliga-Topspiels, das um 18:30 Uhr stattfand. Als wir uns um 18 Uhr ziemlich erschöpft auf den Weg zurück ins Hotel machten, hörten wir die lautstarken BVB-Fans im Stadion, das sich direkt gegenüber der Halle 4 befindet. Gott sei Dank war das Spiel selbst in München ...

4. Messetag

 

Der letzte Messetag begann für uns mit einigen technischen Problemen. Auf einmal funktionierte die automatische Steureung mit dem Zugwechsel in den Wendemodulen nicht mehr richtig. Was war passiert?

 

Fieberhaft machten wir uns auf die Suche. Zunächst dachten wir, eines der Kabel wäre lose, und Helmut befestigte es neu. Aber die Probleme blieben. Gott sei Dank fanden wir des Rätsels Lösung noch, bevor der Ansturm los ging: Pater hatte die Schienen geputzt! Dabei waren ein paar Körnchen Gleisschotter in eine Trennstelle geraten, was dazu geführt hatte, dass der Folgezug nicht los geschickt wurde.

 

Nachdem das Probelm gelöst war, funktionierte die Anlage den ganzen Tag wieder reibungslos, und wieder waren sehr viele Besucher an unserem Stand. Bis gegen 15 Uhr war die Messehalle 4 wieder sehr gut besucht. Danach, als würde ein Schalter umgelegt werden, war es plötzlich außerordentlich ruhig und es verirrten sich kaum noch Besucher zu uns und zu den benachbarten Ständen.

 

Um 17 Uhr war dann Zapfenstreich. Die Messe war "gelesen", und alle Aussteller machten sich daran, die Stände abzubauen. So auch wir. Nachdem der Transporter abgeholt war, wurde alles fieberhaft in die Transportkisten verpackt und danach begann das Puzzlespiel, die Kisten mit der Anlage wieder in den Fahrzeug zu verpacken. Leider bekamen wir nicht das gleiche Modell, wie bei der Hinfahrt, so dass es eine ordentlich Tüftelei wurde.

 

Gegen 20 Uhr waren wir dann fertig und machten uns zum letzten Mal auf den Weg zurück ins Hotel. Nach einem gemütlichen Abendessen und ein paar kühlen Getränken fielen wir müde in die Betten. Schließlich stand am nächsten Morgen die Heimreise an.

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